Der Apfel ist mit Abstand die beliebteste einheimische Frucht. 15.6 kg werden pro Person und Jahr gegessen.

Die grosse Sortenvielfalt, die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten und die ganzjährige Verfügbarkeit sind Gründe dafür. Von den rund 7000 ha Obstkulturen sind 4279 ha Apfelanlagen. 93 % der Flächen werden nach den Richtlinien der Integrierten Produktion angebaut. Diese Produkte sind mit der kontrollierten Herkunftsbezeichnung für Schweizer Produkte «Suisse Garantie» ausgezeichnet. Die drei grössten Anbaugebiete Thurgau, Wallis und Waadt produzieren zusammen mehr als zwei Drittel der gesamten Apfelmenge von 137 781 t pro Jahr. St. Gallen, Zürich, Aargau, Luzern und Bern sind weitere Regionen mit grösseren Apfelkulturen.

Äpfel gelten aber auch als gesundheitsfördernd. Die Inhaltsstoffe des Apfels sind so vielfältig und wertvoll, dass ihr täglicher Genuss dem Körper fast alle wichtigen Nährstoffe zuführt. Äpfel werden aber nicht nur als Tafelfrüchte gegessen, sie dienen auch als Rohstoff für diverse Getränke (Apfelwein, Apfelsaft) oder andere Verarbeitungsprodukte (z.B. Dörräpfel).


Apfelanbau in der Schweiz:


Anbaufläche: 4279 ha
Jahresproduktion: 138 000 t
Pro-Kopf-Konsum: 15.6 kg pro Jahr


Geschichte.

Der Apfel ist die älteste kultivierte Frucht der Erde. Archäologen fanden verkohlte Dörrapfelschnitze bereits in prähistorischen Siedlungen. Äpfel gab es in den hängenden Gärten von Babylon und auf der Feinschmeckertafel des römischen Feldherrn Lukullus. Ein Obstbaumverzeichnis aus dem Jahre 813 zeigt, dass Karl der Grosse auf seinen Gütern mit Vorliebe Apfelbäume anpflanzen liess. Im Mittelalter waren es vor allem die Klöster, die den Apfel weiterverbreitet und veredelt haben. Als Reichsapfel dokumentiert er bis heute politische und weltliche Macht. Und wohl kaum eine Frucht spielt in den christlichen Überlieferungen, antiken Sagen, heidnischen Mythen und im überlieferten Volksglauben so eine bedeutende Rolle wie der Apfel. Er gilt als Sinnbild von Liebe und Fruchtbarkeit, von Schönheit, Versuchung und Sünde. Nicht nur im übertragenen Sinn stehen Äpfel für alles Lebensnotwendige, sie bieten es uns auch in der Realität.

 

Beschreibung
Äpfel, apel, pommes.
Apfel, Birne und Quitte bezeichnet man auch als Kernobst und sind Rosengewächse.
Es wird geschätzt, dass rund 20'000 verschiedene Sorten weltweit angebaut werden. Runde, ovale, herzförmige, grüne, gelbe, rote, die Vielfalt ist derart gross, dass man eigentlich nur noch die einzelne Apfelsorte beschreiben kann. Die Apfelbäume können niedrig oder hochstämmig sein. Befruchtet werden die einzelnen Apfelblüten im Frühling durch die Bienen, Wespen, Hummeln oder den Wind. Ein Apfel benötigt rund 30 grüne Blätter um zu wachsen. Pro Quadratmeter Blattfläche kann ein Baum bis zu 1 Gramm Stärke pro Stunde produzieren. Daraus entsteht dann im Apfel der Fruchtzucker.
Die Äpfel werden heute während des ganzen Anbaus stark mit Insektiziden, Pestiziden oder Fungiziden gespritzt. Würmer und Insekten meiden sie deshalb. Warum beisst dann der Mensch noch hinein?

Geschichte
Heute lässt sich nicht mehr genau sagen wo das Paradies auf Erden war. Aber geblieben ist uns dieser sagenhafte Apfel. Vielleicht handelte es sich jedoch um den Granatapfel welcher zum Ausschluss aus dem Paradies führte?
Der Pharao Ramses II liess im Nildelta Äpfel-Plantagen anbauen. Die Pfahlbauer assen sie ebenso wie die Kelten, Germanen, Römer, Griechen...

Äpfel

 

 

Hinweise
Reife Äpfel erkennt man an der breiten und tief liegenden Kelchgrube und den braunen Kernen. Fehlt dies, dann wurden die Äpfel unreif gepflückt das Aroma und die Vitamine wurden noch nicht richtig gebildet. Ein frischer, einheimischer Apfel ist auf jeden Fall den weitgereisten vorzuziehen. Wenn möglich kaufen Sie Bio-Äpfel, diese enthalten mehr Vitamine und bioaktive Substanzen. Kleinere Äpfel enthalten meist nicht nur die wertvolleren Inhaltsstoffe, sondern sind auch noch schmackhafter weil sie weniger Wasser gespeichert haben.

 

Vitamine

 

Mineralstoffe

A

0.004

 

Natrium

3

D

0

 

Kalium

144

E

0.49

 

Kalzium

7

K

0.0022

 

Magnesium

6

B1

0.04

 

Phosphor

12

B2

0.03

 

Schwefel

20

Niacin

0.3

 

Chlor

2

B6

0.01

 

Eisen

0.48

Folsäure

0.012

 

Zink

0.103

Pantothensäure

0.1

 

Kupfer

0.053

Biotin

0.0045

 

Mangan

0.048

B12

0

 

Fluor

0.007

C

12

 

Jod

0.001

 

Nährstoffe

g pro 100 g

Kilojoule

208

Eiweiss

0.33

Fett

0.6

Kohlenhydrate

10.4

Ballaststoffe

2

 

Legende

g = Gramm

mg = Milligramm = Tausendstel Gramm

µg = Mikrogramm = Tausendstel Milligramm

Wo nicht anders vermerkt gilt mg

 

-- = Es standen keine Informationen zur Verfügung

Bei den Vitaminen und Mineralien beziehen sich die Angaben auf 100 g Lebensmittel

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