Rickenbacher Rudolf (1915 - 1940), Militärpilot

Gedenkstein auf dem Friedhof Lotzwil zur Erinnerung an das erste Opfer der Schweizer Armee, im Luftkampf am 4. Juni 1940 gefallen.

 

Pilot mit drei Denkmälern

Am 4. Juni 1940 um 15.35 Uhr stiegen auf dem Flugplatz Olten zwei Maschinen des Typs Messerschmitt ME-109 in den blauen Sommerhimmel: Leutnant Rudolf Rickenbacher und ein anderer Pilot. Die beiden flogen ins Gebiet von St. Ursanne, wo zuvor Luftkämpfe begonnen hatten. Einige Zeit später verloren sich die Piloten aus den Augen. Funkkontakt gab es nicht, denn ihre Flugzeuge waren noch nicht mit Funkgeräten bestückt. Etwa um 16.00 Uhr stürtze Rickenbachers Maschine brennend ab, er überlebte das Unglück nicht. Niemand hatte den Absturz beobachtet. Untersuchungen am Wrack zeigten später, dass Rickenbacher zwar geschossen hatte, seine ME-109 jedoch ebenfalls getroffen wurde; die deutschen Treffer hatten Rickenbachers Maschine in Brand gesetzt und zum Absturz gebracht.

Sowohl in seiner Heimatgemeinde Lotzwil als auch am Unfallort in Boecourt im Jura stehen Gedenksteine. Im Juni 2010 wurde nun auf dem Chasseral noch eine dritte Gedenkstätte errichtet. Auf der Tafel stehen drei Namen von Piloten, die beim Einsatz der Schweizer Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs im Jura ums Leben kamen:

 

Literaturhinweise:

Jahrbuch des Oberaargau 2006
Duell der Flieger, E. Wetter

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